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Rom - die ewige Stadt zwischen Geschichte und „La dolce vita“
Führen wirklich alle Wege nach Rom? Die Hauptstadt Italiens dürfte wohl zu den reizvollsten Reisezielen zählen, wenn Sie eine Städtereise ins Auge gefasst haben. Die Gründe dafür würden mehrere Seiten füllen. Vor allen Dingen kulturinteressierte Städtereisende finden in der ewigen Stadt ein wahres Paradies an spannenden Sehenswürdigkeiten, denn nicht umsonst wird Rom auch als Mutterstadt des antiken Imperium Romanum bezeichnet. Daher sollten Sie eine Rom Reise immer gut planen, damit Sie die wichtigsten Attraktionen im Blick behalten.
La Dolce Vita am Trevi-Brunnen
Eine Rom Rundreise beginnen Sie wunderbar am weltberühmten Trevi-Brunnen, denn schließlich bringen Ihnen die hier eingeworfenen Münzen das Glück für die weitere Reise. Eine alte Tradition? Ja und nein, denn erst 1954 entstand dieser Brauch durch den amerikanischen Film „Drei Münzen im Brunnen“, durch den Song von Frank Sinatra „Three Coins in the Fountain“ noch in bester Erinnerung. Filmgeschichte schrieb der Brunnen dann abermals 1960 als Anita Ekberg ein nächtliches Bad darin nahm und Fellinis „La dolce vita“ weltberühmt machte. Wohl auch deshalb reisen Jahr für Jahr Millionen Touristen an den kunstvollen rund 26 Meter hohen und 50 Meter breiten Brunnen nach einem Entwurf von Nicola Salvi. Nehmen Sie sich hier etwas Zeit, denn die Wirkung des spätbarocken Kunstwerks wird durch das ansteigende Niveau der Piazza Trevi noch verstärkt, so dass man, wenn man um den Brunnen geht, die Szenerie aus ständig wechselnden Blickwinkeln erlebt. Vergessen Sie nicht die gegenüberliegende Kirche Santi Vincenzo e Anastasio mit ihrer reizvollen Fassende und eng gebauten Säulen. Papst Johannes Paul II schrieb hier Geschichte als er das Bauwerk 2002 der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche schenkte.
Nach diesen Highlights geht es weiter zur Piazza Navona, einem der bemerkenswertesten Plätze des barocken Rom im Stadtviertel Parione. Quasi ein Pflichtpunkt für jeden Rom Urlaub! Hier treffen sich von früh bis spät Straßenhändler, Musiker, Jongleure, Selbstdarsteller und Maler - ein buntes Treiben, das viel von der italienischen Mentalität widerspiegelt. Auch abends bleibt der Platz lebhaft: Die wunderschöne Piazza quillt dann über vor Touristen und Einheimischen, die in den Straßencafés sitzen, das „bella vita“ und die rundherum dargebotenen Shows genießen. Auch hier dient wieder ein wunderschöner Brunnen als Blickfang im Zentrum des Platzes: Der Fontana dei Fiumi oder auch Vierströmebrunnen von Gianlorenzo Bernini stammt aus dem Jahre 1651, vier Flussgötter lassen als Sinnbild für den damaligen Herrschaftsanspruchs des Papstes Wasser aus den Flüssen Donau, Ganges, Nil und Río de la Plata fließen. Zwei weitere imposante Brunnen komplettieren das Gesamtbild - im Norden der Fontana del Nettuno, im Süden der Fontana del Moro.
Kolosseum und Petersdom: Ein Muss jeder Romreise
Kein Rom Urlaub wäre komplett ohne einen Abstecher zum weltberühmten Kolosseum, dem größten Amphitheater des antiken Roms. Es ist zudem das größte geschlossene Bauwerk der römischen Antike und dementsprechend das Wahrzeichen der Stadt Rom. Heute strömen rund 3,5 Millionen Touristen jährlich zu der gigantischen Ruine, die über 400 Jahre lang als Arena in Betrieb war. Hier wurden brutale Gladiatorenkämpfe ausgetragen, waghalsige Wagenrennen veranstaltet oder grausame Tierhetzen abgehalten. Nach so viel Geschichte lohnt sich ein Besuch im kleinen, gemütlichen Restaurant La Taverna dei Fori Imperiali in einer Seitengasse unweit des Kolosseums. Ein Geheimtipp für Romreisende, denn die seit vier Generationen im Familienbesitz befindliche Taverne lockt mit seinem urtypischen italienischen Ambiente, einer köstlichen Speisekarte und freundlichem Service.
Was wäre eine Stadtreise nach Rom ohne einen Besuch im kulturellen, geistigen und finanziellen Machtzentrum des Christentums. Schon allein das barocke Ensemble von Petersplatz und Petersdom wird Ihnen schnell den Atem verschlagen und begeistert selbst erfahrene Reisende. Der Petersplatz wurde vor rund 350 Jahren von Gian Lorenzo Bernini zwischen 1656 und 1667 vor dem Petersdom in Rom angelegt und gehört heute zum Territorium des Vatikanstaats. Die Kolonnaden bilden die Staatsgrenze zwischen Vatikanstadt und Italien. Gläubige sollten sich den Mittwoch vormerken: Wöchentlich hält der Papst vormittags eine Generalaudienz auf dem Petersplatz. In den Wintermonaten oder bei schlechtem Wetter müssen Sie nicht darauf verzichten, denn dann findet die Audienz in der Vatikanischen Audienzhalle statt.
Neben dem Kolosseum wohl das Hauptziel in der italienischen Hauptstadt: Der Petersdom in Rom gehört zu den größten Gotteshäusern der Welt, ist beispielsweise zweimal so groß wie der Kölner Dom. Im Inneren können Sie auf Ihrer Städtereise nach Rom eines der bekanntesten Kunstwerke Michelangelos bestaunen: die Pietà. In den Vatikanischen Museen finden Sie wunderbare, kulturelle Reichtümer, die seit Mitte der 1980er Jahre unter dem Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO stehen. Für Kunstliebhaber besonders interessant, die Sixtinische Kapelle, nördlich des Petersdoms, die mehrere der berühmtesten Gemälde der Welt beherbergt. Hier gibt es zum Beispiel das berühmte Fresko „das jüngste Gericht“ von Michelangelo zu sehen.
Unterkunft in Rom und shoppen im „Pradadies“
Sie wollen in Rom nicht in den typischen Drei- oder Viersternehotels übernachten? Dann gibt es eine originelle Alternative: Casa Howard - ein kleines Hotel in Rom. Die Zimmer in der Nähe der Spanischen Treppe hat der Interiordesigner Tommaso Ziffer gestaltet, der auch das Römische Grandhotel de Russie ausgestattet hat. Die fünf Zimmer liegen im ersten Stock eines Palazzos des 19. Jahrhunderts. Die gute Seele des Hauses, Christine, empfängt den Gast mit einem Lächeln und vielen guten Ratschlägen für den Kurzurlaub in Rom. Die Zimmer in den typisch römischen Größenverhältnissen wurden mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Jedes Zimmer ist mit edlem Holzboden, hohen Decken und Stilmöbeln ausgestattet. Passend dazu wurden jeweils andere Farbkompositionen gewählt.
Direkt gegenüber der Spanischen Treppe beginnt Roms Shoppingmeile für etwas feinere Label: Die Via Condotti. Hier befinden sich alle namhaften Designer wie Cartier, Dolce & Gabbana, Armani, Fendi, Bulgari usw. Viele Geschäfte haben Türsteher oder bitten die Kundschaft nur nach vorheriger Anmeldung herein. Das ganze Gebiet um die spanische Treppe ist eine überaus beliebte und jederzeit gut gefüllte Fußgängerzone, die auch anderen, preisgünstigeren Geschäften Platz bietet. Zum Entspannen sollten Sie ins Antico Caffè Greco gehen, denn dabei handelt es sich um eines der letzten großen Künstlercafés in Rom. 1760 eröffnet, ist es das zweitälteste Café Italiens und selbst Goethe kehrte hier während seiner Rom-Aufenthalte immer wieder ein.
Römische Küche - Genuss am Tiber
Besonders charakteristisch für die abwechslungsreiche Römische Küche ist der großzügige Umgang mit Gewürzen wie z. B. Fenchel, Kümmel, Pfeffer, Oregano, Ingwer, Dill, Koriander, Lauch, Liebstöckel, Lorbeer, Minze und Petersilie. Zwei überaus berühmte Nudelgerichte stammen aus Rom: dickere Spaghetti mit Loch, zubereitet mit Bauchspeck in Tomatensoße („Bucatini all'amatriciana“), und die auch in Deutschland äußerst beliebten „Spaghetti alla carbonara“ mit Speck, Ei und natürlich Käse. Auch die Schwänze junger Rinder mit Tomaten und Pfefferschoten in Wein gekocht („Coda alla vaccinara“), die Kutteln in Tomaten-Minzsoße („Trippa alla romana“) oder gefüllter Kalbsdarm mit Tomatensoße („Pajata“) gehören zu den Spezialitäten in Rom. Zubereitet werden sie noch heute in den traditionellen Restaurants beispielsweise in Testaccio rund um den früheren Schlachthof. Ein Tipp in dieser Gegend ist unter anderem das Restaurant Checchino, das seit Generationen von der Familie Mariani liebevoll geführt wird.
Vielleicht ergeht es Ihnen am Ende ihrer Romreise so wie William Shakespeare und Johann Wolfgang von Goethe, die die Stadt heiß und innig liebten. Englands Nationalpoet war sogar so begeistert, dass er das „ewige Rom“ rund 290 Mal in seinen Schriften verarbeitete, London dagegen nur 60 Mal. Goethe philosophierte 1786 in seiner „Italienischen Reise“: „Ja, ich bin endlich in dieser Hauptstadt der Welt angelangt! ... Alle Träume meiner Jugend seh' ich nun lebendig.“
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